Pharmazie

Pharmazie

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Phar|ma|zie 〈f. 19; unz.〉 Lehre von der Zubereitung sowie der Anwendung der Arzneimittel; Sy Arzneikunde, Arzneilehre, Pharmazeutik [<lat. pharmacia <grch. pharmakeia „Gebrauch von Heilmitteln, Giften, Zaubermitteln“; zu grch. pharmakon „Heilmittel, Gift, Zaubermittel“]

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Phar|ma|zie [griech. pharmakeía = Gebrauch von Heilmitteln, Giftmischerei, Zauberei], die; -; Syn.: Pharmazeutik, Arzneimittelkunde: die Wissenschaft von den Arzneimitteln. Die P. beschäftigt sich mit den stofflichen Eigenschaften der natürlichen oder synthetischen Pharmaka u. Hilfsstoffe, mit deren Verarbeitung zu geeigneten Arzneiformen sowie mit Prüfung, Qualitätskontrolle, Vorratshaltung u. Vertrieb von Arzneimitteln in der Apotheke.

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Phar|ma|zie, die; - [spätlat. pharmacia < griech. pharmakei̓a = (Gebrauch von) Arznei, zu: phármakon, Pharmakon]:
Wissenschaft von den Arzneimitteln, von ihrer Herkunft, ihrer Herstellung u. Überprüfung.

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Pharmazie
 
[von griechisch pharmakeía »(Gebrauch einer) Arznei«] die, -, Pharmazeutik, Arzneimittelkunde, die dem Beruf des Apothekers zugrunde liegende Wissenschaft von den Arzneimitteln, besonders im Hinblick auf ihre Herkunft, Herstellung, Prüfung und Wirkungsweise.—Anfänge einer selbstständigen Pharmazie finden sich im arabischen Kulturraum des Mittelalter. Bis zum Beginn der Neuzeit entwickelte sich die Pharmazie, damals noch Apothekerkunst genannt, als eigenständiges Handwerk in den Apotheken. 1241 erließ Kaiser Friedrich II. in Salerno ein Edikt, in dem erstmals die Trennung von Arzt und Apotheker vorgeschrieben wurde. Das Universitätsstudium der Pharmazie wurde 1812 in Bayern und 1825 in Preußen für Apotheker obligatorisch. Danach entstanden als Disziplinen der Pharmazie die pharmazeutische Chemie, die Pharmakognosie (pharmazeutische Biologie) und die pharmazeutische Technologie. - Das Pharmaziestudium umfasst die Fächer Botanik, Physik, anorganische, organische und pharmazeutische Chemie, Biochemie, pharmazeutische Biologie, pharmazeutische Technologie, Pharmakologie und Toxikologie sowie klinische Pharmazie (Apotheker).
 
 
P. H. List: Arzneiformenlehre (41985);
 
Wb. der P., bearb. v. H. Auterhoff u. a., 4 Bde. (Neuausg. 1990);
 H. Auterhoff: Lb. der pharmazeut. Chemie (121994);
 R. Voigt: Pharmazeut. Technologie für Studium u. Beruf (81995);
 
Pharmazeut. Praxis, hg. v. K.-A. Kovar (51996).
 

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Phar|ma|zie, die; - [spätlat. pharmacia < griech. pharmakeía = (Gebrauch von) Arznei, zu: phármakon, ↑Pharmakon]: Wissenschaft von den Arzneimitteln, von ihrer Herkunft, ihrer Herstellung u. Überprüfung.

Universal-Lexikon. 2012.

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